Drenthe

Eine der untypischsten niederländischen Provinzen, zumindest nach deutschen Klischees, ist Drenthe (deutsch: Drente). Hier findet man viele kleine Ferienparks und ein ruhiges Ferienhaus kann der ideal Startpunkt für eine ganz andere Expedition in die Niederlande sein.

Die dünn besiedelte Provinz liegt im Nordosten des Landes und hat keinen Zugang zum Meer. Alleine dies ist schon für viele Deutsche ein Grund, die Provinz eher nur als Transitregion zu nutzen um ans Meer zu gelangen.

 

Wälder, Seen und interessante Städte

Zu Unrecht, denn hier gibt es einiges zu entdecken. Die Niederländer selbst machen gerne Urlaub hier, denn sie genießen die für niederländische Verhältnisse großen Wälder, kleinen Seen und die weite Natur. Hier ist das Land noch ländlich geprägt, es gibt Moorgebiete zu besuchen und sogar urzeitliche Überbleibsel wie etwa die Hünengräber (bei Borger befindet sich das größte Hünengrab der Niederlande).

hünengrab in drenthe
Hünengrab bei Borger (c)

Die Hauptstadt von Drenthe ist Assen. Sehenswert sind hier das Drents Museum. Neben vielen Kunstwerken aus der Zeit des nordischen Realismus findet man hier archäologische Ausstellungsstücke zur Frühgeschichte der Provinz und zur Trichterbecherkultur. In der Stadt befindet sich außerdem das Reichsarchiv, die Abteikirche und ein Drehorgelmuseum.

Sportveranstaltungen gibt es auf dem TT Circuit Assen (unter anderem auch die Durch TT) und im Eisspeedway “De Smelt”.

Bevölkerungsreichste Stadt von Drenthe ist jedoch Emmen. Die Stadt lohnt sich alleine schon für einen Besuch aufgrund des riesigen Zoos, dem Dierenpark. Im Süden von Emmen findet man den Internationalen Naturpark Bourtanger Moor-Bargerveen, wo man ausgedehnte Wanderungen unternehmen kann. Überhaupt eignet sich die wald- und moorreiche Region zu Erkundungstouren, ebenfalls gibt es viele Hünengräber zu besichtigen.

Eine Zeitreise kann man im Veenpark machen. In den beiden Museumsdörfern “Bargermond” und “t Aole Compas” kann man das Leben der Menschen um 1900 in der moorreichen Region besichtigen. Eine beliebte Veranstaltung ist das Full Color Festival der Stadt.

Wer einmal sportlicher Aktivität beiwohnen möchte, der sollte sich ein Spiel des FC Emmen anschauen, die Heimspiele werden im Univé-Stadion der stadt ausgetragen.

Wenn man schon in der Region ist, sollte man auch das Van-Gogh-Haus in Nieuw-Amsterdam besuchen. In Veenoord befindet sich ein sehenswertes Freilichtmuseum, wo man Details zum Hochmoor der Region erfährt.

 

Ideal für ausgiebige Rad- und Wanderausflüge

Insbesondere kann man aber ausgedehnte Rad- und Wandertouren unternehmen und erlebt eine Landschaft die der Eifel ähnelt – nur eben flacher. Wobei das Drents Plateau für holländische Verhältnisse recht hoch liegt (meist um die 10 – 20 m). Im niederländische Hunsrück befindet sich mit 32 m Höhe der höchste Punkt der Provinz.

Soviel Wald findet man selten in Holland, dass eigentlich mehr für Sandstrände und Dünen bekannt ist. Man findet aber auch reichlich Heidelandschaft, Weiden und ausgedehnte landschaftlich genutzte Felder sowie Bäche, Kanäle, Flüsse und den Nationalpark Drentschen Aa.

Insgesamt geht es in Drenthe gemütlich zu, es gibt aber auch interessante Events wie die Dutch TT bei Assen und das Metal hört man auf dem Occultfest in Hoogeveen.

 

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