Domburg

Den Weg nach Domburg findet man immer, wenn man sich an dem Wahrzeichen des berühmten Badeortes hält, den Wasserturm (niederländisch: Watertoren). Dieser ist auf der Halbinsel Walcheren schon von weitem sichtbar und zeigt den Weg zum ältesten Badeort der Region.

Hier kann man seinem Urlaub im Ferienhaus, Hotel oder einer Pension verbringen. Das ist kein Zufall denn hier kommen saubere Meeresluft, das besondere Heilwasser, lange Sandstrände, ein mildes Klima und regionale hochqualitative Bodenerzeugnisse zusammen.

domburg mit kirche
Blick über Domburg bei sonniger Wetterlage

Domburg ist nicht bei Urlaubern bekannt, sondern gilt als Künstlerkolonie. Vor allem Maler lassen und ließen sich gerne von den besonderen Lichtverhältnissen dieses sonnenreichen Ortes inspirieren: Piet Mondriaan (1872 – 1944) und Jan Toorop (1858 – 1928) sind nur zwei bekannte Namen in dieser langen Liste.

 

Domburg zu allen Jahreszeiten ein beliebter Ferienort

Langweilig wird es in Domburg nie, denn der quirlige Ort bietet ganzjährig lebhafte Restaurants, Terrassen, Cafés, Souvenirshops (mit typisch seeländischen Artikeln) und Geschäfte. Egal zu welcher Jahreszeit, hier fühlt man sich immer wohl, geht es hier doch stets gelassen und gemütlich zu.

Die Seeländer lassen sich kaum stressen und bei Kerzenlicht in der Dämmerung strahlen auch die Jahreszeiten Herbst und Winter hier einen besonderen Reiz aus. Im Frühjahr kommen natürlich auch hier die ersten Frühblüher heraus und überall in den gepflegten Vorgärten blühen Narzissen, Krokusse und die typisch niederländischen Tulpen.

Im Sommer kann es hin und wieder, besonders während der Ferien voll werden, aber trotz allem Trubel verläuft es sich schnell und man kann unbeachtet dessen Radtouren, Dünenwanderungen oder ein Sonnenbad nehmen. Genießen Sie das Salzwasser, die Sonne, die besonderen Luftströmungen mit reiner Meeresluft und spüren Sie, wie dieser Ort der eigenen Gesundheit guttut.

Veranstaltungen und Events gibt es ebenfalls das ganze Jahr über: Ende Juni gibt es eine Kirmes und einen Wettkampf der örtlichen Schützen, Ende August treffen sich die Ringreiter der Region und im September kann man das Jazzfestival „Jazz by the Sea“ besuchen.

strand von domburg
Der Weg zum Wasserturm führt durch die Dünen zum Strand (c)

Domburg entstand in der Nähe eines alten römischen Tempels, welcher der Göttin Nehalennia gewidmet war und ist bereits seit langem ein Kurort. Entstanden ist diese Tatsache 1834 mehr oder weniger als Zufallsprodukt, als sich zwei ältere Damen aus dem nahen Middelburg entschlossen in Badekutsche das Bad in der Nordsee zu nehmen. Es muss ihnen wohl gefallen haben, denn die wohltuende Wirkung des Badewassers vor Domburg sprach sich rasant herum.

Diese Form des Badens wurde bekannt und als eigene Form des Kuren anerkannt. Es kamen bald immer mehr Gäste und die heilsame Kraft des Wassers vor dem Ort wurde hoch geschätzt, besonders bei Adligen, reicheren Bürgern und Prominenten. In diesem Zusammenhang ist auch der Besuch der rumänischen Königin Elisabeth zu Wied belegt, die 1889 den Ort besuchte und nach der die Villa Carmen Sylva (unter diesem Namen war sie als Schriftstellerin tätig) benannt wurde.

 

Anerkannt als „Heilsamer Badeort“

Das Meerwasser vor Domburg hat nach neuesten Untersuchungen einen erhöhten Soleanteil und darf sogar offiziell als „heilendes Wasser“ bezeichnet werden. Es ist damit gut geeignet für Thalassotherapie und andere Wellness- und Gesundheitsbehandlungen. Domburg selbst gilt damit neben Cadzand als Heilsamer Badeort, ein Prädikat das vom Europäischen Heilbäderverband vergeben wird.

Wenn Kurgäste kommen, sind Mediziner meist nicht weit. Ein besonders bekannter von ihnen war Dr. Johan Mezger, dem man die Begründung der modernen Physiotherapie zuschreibt. Ihm zu Ehren gibt es eine nach ihm benannte Wanderung (Dr. Mezgerwandeling) durch den Ort wo man verschiedenen Orte (u.a. die Villa Irma, wo er praktizierte) seines Wirkens besichtigen kann. Sie sind auch in deutscher Sprache ausgeschildert und lassen einen die Bedeutung dieses Mannes für Domburg nachvollziehen.

zentrum vom badeort domburg
Denkmal für den Arzt Dr. Mezger (c)

Mittlerweile haben auch Kosmetikhersteller dieses Image von Domburg aufgegriffen und bieten Pflegeserien mit Extrakten aus Austern, Queller und Schachtelhalm an. In Cremes und Lotions findet man Vitamine, Mineralstoffe wie Jod und Calcium sowie Spurenelemente. Die Seeländer sind wie die übrigen Niederländer halt sehr innovativ und geschäftstüchtig.

Natürlich spielen die vielen Nordsee-Fischsorten, Hummer, Muscheln und anderen Meereserzeugnisse auch als Nahrungsmittel der Bevölkerung eine wichtige Rolle. Frischen und gesunden Fisch, sowie Muschelgerichte lassen sich hier überall meist fangfrisch genießen. Kulinarisch gelten die Seeländer durchaus als kreativ und verstehen es aus den Gaben der Natur vorzügliche Gericht zu erstellen.

Kulinarische Genüsse, Entspannung und immer wieder Baden – das sind wichtige Themen in diesem Teil Zeelands.

Man hat übrigens festgestellt, dass die Tradition des Ortes als Badezentrum schon bis zur Römerzeit nachweisbar ist. Reste eines Badehauses und angeschlossener Thermen mit Kalt- und Warmwasserbecken wurden durch Archäologen hier entdeckt.

 

Radfahren, Wandern oder Yoga

Aber es geht hier nicht nur um Geschichte. Man geht hier mit der Zeit und an verschiedenen Orten der Gemeinde Veere kann man ohne Code auch an öffentliche Hotspots im Internet surfen.

Der Ort, der zur Gemeinde Veere gehört (aber selbst 1223 schon Stadtrechte erhielt) liegt günstig an einem größeren Waldgebiet, welches als „De Manteling“ bezeichnet wird. Hier findet man Ruhe und Entspannung, kann aber auch die hier befindlichen herrlichen Landsitze und Gärten zumindest von außen wahrnehmen. Das Waldgebiet ist eines der wenigen Eichenwälder direkt in Meeresnähe und seine Bäume bestechen durch teilweise skurrile vom Wind geprägte Formen. Angelegt wurde der Wald um die gesamte Halbinsel vom Meereswind zu schützen.

Die Niederlande sind ein flaches Land und damit priviligiert als Paradies für Radfahrer.Gut erschlossene Strecken führen einen vorbei an Deichen, gepflegten Dörfern, kleinen Wäldern und Kanälen. Dünenwanderungen und Strandspaziergänge sind ebenfalls Möglichkeiten aktiv zu werden. Man kann natürlich auch Joggen, Drachen steigen lassen oder Segeln – Zeeland bietet nahezu alle denkbaren Urlaubsaktivitäten.

Unterkünfte gibt es in Domburg reichlich. Zahlreiche anmutige Hotels, gemütliche Pensionen, Bed & Breakfast oder das klassische Ferienhaus sind im Angebot. Man muss allerdings zeitig buchen, denn ein Ferienhaus in Domburg ist durchaus gefragt, insbesondere wenn die Gäste aus Nordrhein-Westfalen auf Kurzurlaub oder in den Ferien anreisen.

Yogafreunde können ihren Sport am Strand von Domburg ausüben, hier gibt es spezielle Kurse, die in dieser speziellen Umgebung für besonders gute Entspannung und Wirkung sorgen. Yoga am Strand ist jedenfalls kultig und wird von den Feriengästen des Ortes ziemlich gut angenommen. Wem das noch nicht ausreicht, der kann sich hinterher bei Meeresrauschen ein Massage geben lassen und so richtig vom Alltagsstress erholen.

Wer allerdings ein anspruchsvolles Golfspiel sucht, der sollte beim „De Domburgsche Golf Club“ auf dem spannendsten Golfplatz von Zeeland spielen. Der Platz ist einer der ältesten des Landes und gilt vielen als der schönste obendrein. Auf der Linksbahn kommt der Wind von der See und man muss schon Können und Einfallsreichtum zum Spiel mitbringen.

Neben dem Wasserturm ist auch die Protestanse Kerk (14. Jahrhundert) von Domburg sehenswert. Recht imposant mit seinen Türmen und Schlossgraben wirkt auch der Komplex von Schloss Westhove. Es stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt.

 

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